KAMERUN/GABUN 2008/9
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Aus unserer Programmreihe „African Sensations“
Auf den Spuren von Humboldt, Nachtigal, Barth und Schweitzer
27. Dezember bis 11. Januar – Anschlussprogramm bis 15. Januar
Exklusive Studienreise nach Kamerun mit Anschlussprogramm „Albert Schweitzer“
Häuptlinge und Königreiche, Lebensart und Architektur
Chefferien, Sultanate und Königreiche stehen für das geheimnisvolle Afrika. Und die Geheimbünde im fruchtbaren Kameruner Grasland bewahren sich die mystische Kraft eines animistischen Glaubens. Relikte aus der Kolonialarchitektur dokumentieren eine bewegte deutsche Geschichte. Savannen und Urwälder, Vulkanlandschaften und Sandstrände, Flachland- und Hochgebirge vermitteln immer wieder grandiose neue landschaftliche Eindrücke und sorgen zusammen mit traditionellen Märkten allerorts für farbenprächtige Eindrücke.
Besuche authentischer, traditioneller Feste, Audienzen bei Königen und Fürsten, das Erlebnis traditioneller afrikanischer Konzertmusik, Begegnungen mit Fischern und Bauern, mit Künstlern und Kustoden sowie mit Experten aus modernen Bereichen wie Medizin, Umwelt und Wirtschaft unterscheidet diese Afrikareise von allen anderen und macht sie zu einem absolut einmaligen Erlebnis.

Kolonialhaus Limbe
Reiseverlauf - Version „Häuptlinge und Königreiche, Lebensart und Architektur“
1. Tag: Abflug nach Douala
Ankunft in Douala gegen 17.00 Uhr. Transfer durch das Gebiet der großen Öl-, Bananen-, Gummi-, Tee- und Pfefferpflanzungen in das 70 Km entfernte Limbé (Victoria) am Cape Nachtigal (1884 ging der erfahrene Afrikaforscher Gustav Nachtigal in Kamerun an Land). Der heutige Badeort am Atlantik liegt am Fuß des 4070 Meter hohen Mount Cameroun. Neben einem Fischereihafen besitzt die Stadt einen von Dr. Preuss angelegten Botanischen Garten und noch einige Bauten aus der Zeit um die Jahrhundertwende, darunter die ehemalige Woermann Faktorei und das Gebäude der Basler Mission. Übernachtung im ***Strandhotel First International Inn mit Swimmingpool und Airconditioning in Limbé.
2. Tag: Limbé – Bouea
Besuch in Buea, einer Gartenstadt mit Kautschuk-,Kakao-, Kaffee- und Teeplantagen. Die in rund 1000 Meter über dem Meer am Südhang des Kamerunberges gelegene Stadt war Sitz der deutschen Gouverneure von Kamerun. Hier erbaute sich der erste deutsche Gouverneur Jesko v. Puttkammer 1901 eine im Jugendstil ausgestattete prunkvolle, palastähnliche Residenz mit Gärten, Parks und eigenen Erdbeer- und Spargelpflanzungen. Heute wird der Palast als Sommerresidenz des Staatspräsidenten von Kamerun genutzt. Neben dem Palast findet man noch einige andere Zeugnisse deutscher Architektur und Besiedlung, Wohnhäuser der Pflanzer, das Bezirksamt von 1903, die Schule und die Post mit dem Bismarck-Brunnen. Expertengespräche über das Thema „Nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen“. Am Abend führt uns der Weg zurück an den Atlantik zum Fischerdorf Bakingili. Übernachtung im First International Inn in Limbé.
3. Tag: Limbé– Bandjoun
Durch Plantagengebiete mit sehr erfolgreicher Landwirtschaft geht die Fahrt hinauf ins Bamilékéland. Das Bamilékéland ist in etwa 80 Chefferien (Häuptlingschaften) aufgeteilt. Der Häuptling ist zugleich weltliches und geistliches Oberhaupt. Ihm zur Seite stehen Unterhäuptlinge und Vornehme. Die Aufsicht über alle öffentlichen Angelegenheiten führen Räte. Ziel der Fahrt ist das komfortable Landhotel Centre Climatique am Col de Batié.
4. Tag: Chefferie Bandjoun
Der Palast von Bandjoun war eine barocke Variante der klassischen Grasland-Palastbauten und ein UNESCO Weltkulturerbe. Er bildete den Mittelpunkt einer der schönsten und bedeutendsten Chefferien des Bamilékélandes. Hier lebte die Afrikanische Tradition mit seinen phantastischen Gebäuden, den Frauenhäusern und dem großen Versammlungshaus. Der von „Professor Wolfgang Lauber“ in seinem Buch „Paläste und Gehöfte im Grasland von Kamerun“ beschriebene Palast, befindet sich zur Zeit im Wiederaufbau. Im Museumsbau und dem weitläufigen Palastgelände bietet jetzt eine aktuelle Fotoausstellung von Klaus Paysan, - (Mentor und Freund der Herrscherfamilie) - von perlenverzierten Kultgegenständen, Ahnenfiguren, Masken, Schmuck, den Totenfeiern für Chief Kamga II und der Inthronisation seines Nachfolgers sowie vielen Gegenständen traditioneller Zeremonien, - einen tiefen Einblick in die Tradition und seine Jahrzehnte lange Freundschaft mit dem Herrscherhaus. Expertengespräche beim Sous-Chef über erfolgreiche „Regionale Unabhängigkeit, innerhalb bestehender Wechselbeziehungen“. Übernachtung im ***Hotel Tolatel in Bafoussam.
5. Tag: Sultanat Foumban
Nördlich des Bamilékélandes liegt das Land der Bamoun (Bamum), deren Sultan in Foumban residiert. Von Bafoussam, Hauptstadt Westkameruns und einem Zentrum des Kaffeeanbaus der Sorte Arabica, fährt man durch Pflanzungen und Steppenlandschaft nach Foumban. Der Sultan der Bamoun wohnt in der Nähe der großen Moschee in einem Palast nach deutschem Kolonialstil-Vorbild. Am Eingang des Palastes zeigt eine Tafel die Namen der Gouverneure Kameruns. Im Museum des Palastes sind die Kopfbedeckungen, Kleider und Masken der Herrscher zu besichtigen, die seit 1394 zur Bamum-Dynastie gehören. Das Museum des Sultans belegt die Geschichte der Sultane ab dem 18. Jh. Die Kunst und das Handwerk der Bamoun sind weltberühmt und im Musée des Arts et Traditions Bamoun zu bewundern. Kunsthandwerker arbeiten an der Straße, die zum Musée des Arts führt. Frauen und Männer sticken auf handgewebte Stoffe typische Bamoun-Motive wie die Vogelspinne und die zweiköpfige Schlange. Bei Einkäufen Afrikanischer Kunst und Souvenirs kann man hier durchaus einen lohnenden Fund machen. Traditionelles Konzert bei Prince Yaya. Sylvester im Palast. Übernachtung im guten Landhotel Holiday City in Foumban.
6. Tag: Banso (Kumbo) im Oku Grasland
Mit über 3000 Meter Höhe überragt der Mount Oku diese auf etwa 2000 Meter Höhe gelegene Region. Nach einem Empfang beim Sultan mit Palastmusik und einem morgendlichen Besuch des Artisanats sowie dem Kennenlernen der verschiedenen Handwerkstechniken in Foumban, erreicht man über Jakiri, einige Kilometer weiter nördlich, Banso (Kumbo). Banso liegt an einer Ringstraße, die den ländlichen Raum des Graslands rund um den Mount Oku erschließt. Hier besteht die traditionelle Verwaltungseinheit aus 30 000 - 50 000 Bewohnern. Solche Grafschaften oder „Königreiche“ bestehen aus einer großen Zahl von Einzelgehöften mit einem zentralen Marktflecken, an dem der Palast des Königs steht. Einige Dutzend Gehöfte der verstreuten Siedlung werden immer von einem Quartierchief-Haus beaufsichtigt. Recht, Sitte und Ordnung wurden hier durch Geheimbünde und respektheischende Institutionen des Fons (König) gewahrt. Auf dem Weg Einladung und Gespräche bei einem der Grenzgrafen dieser Region. Übernachtung im modernen Landhotel Fomo 92 in Banso.
7. Tag: Paläste, Quartierchief-Häuser und traditionelle Einzelgehöfte
Besuch der Paläste von Oku und Banso mit Besichtigung von Quartierchief- Häusern. Im Palast von Banso, Auftritt der Banso-Musiker. Die typischen Beispiele für die einfachen Palastbauten im Hochland von Oku zeigen alle mehrfache Angebote an Fluchtwegen, die mit der erhöhten Lebensgefahr des Chefs (Häuptlings) oder Fon zu erklären ist. Häufige Stammesfehden, Streitigkeiten in der Thronfolge und räuberische Überfälle sollten die Aufrechterhaltung der ordnungshütenden Instanz und die religiöse Repräsentanz des Fon für die bäuerliche Gesellschaftsstruktur nicht gefährden. Gehöfte (Compounds) und freistehende Wohnhäuser sind hier in traditioneller Raphiapalmrippen-Bauweise zu bestaunen, die auch an heißen und schwülen Tagen ein behagliches Klima bieten. Die Palmrippenbauten liegen zwischen dem wildwachsenden Wald und den großen Bambusbeständen der Wasserläufe dieses regenreichen Berglandes. Übernachtung im Hotel Fomo 92 in Banso.
8. Tag: Die Paläste von Binka, Mbot und Ndu
Fruchtbares Land mit Teeplantagen, Bananenstauden und Viehweiden begleiten den Weg an der nördlichen Ringroad nach Binka. Der Palast liegt in einer schönen, hügeligen Landschaft. Der Fon ist um den baulichen Zustand seines Palastes, um den Straßenbau und vor allem um den Schulbau in seinem Reich sehr bemüht. Er ist von der Notwendigkeit der Bildung einer jungen Elite in Kamerun überzeugt. Der Palast verfügt über gut erhaltene traditionelle Bauten und Kunstwerke. In Mbot und Ndu werden die Häuser der Geheimbünde (Kwifon- Gesellschaft) mit ihren ausdrucksvollen Schnitzereien, Skulpturen und rituellen Gegenständen als Zeugnisse intakter Tradition zu betrachten sein. Besuch beim Notablen ShuFay NdsnLa. Übernachtung im Hotel Fomo 92 in Banso.
9. Tag bis 11. Tag: Bamenda, Bali, Bafut, Big Babanki
Von den Bergen geht es hinab in die fruchtbare Ndop-Ebene, wo in einem Sumpfsee Reis kultiviert wird. Besuch im Palast des Fon von Babungo. Und anschließend Besichtigung des Museums eines der wohl produktivsten Schnitzer Kameruns.
Spätestens jetzt richtet sich die Reihenfolge der Exkursionen nach den traditionellen Ereignissen im Kameruner Grasland. Diese um die Jahreswende stattfindenden Feste sind keine folkloristischen Programme. Deshalb werden die Entscheidungen zu einem Besuch dieser Ereignisse auch kurzfristig fallen müssen.
Auf dem Programm stehen Besuche bei mehreren Fons (Königen), Erlebnisse traditioneller Feste und die Besichtigungen der Paläste, die von Professor Wolfgang Lauber in seinem Buch beschriebenen wurden. Das sind u.a. Bali, Bafut, Mankon, Nkwen und Big Babanki. Der Palast von Big Babanki war eine der am besten erhaltenen traditionellen Palastanlagen und zeigte noch in wesentlichen Ansätzen die alte Hofstruktur mit ihren Fluchtwegen für die Herrscherfamilie. Bafut hingegen wurde bei einem Angriff der deutschen Kolonialarmee zerstört und als Wiedergutmachung von einem deutschen Architekten im deutschen Kolonialstil 1906-1912 wieder aufgebaut.
Die Bevölkerung (Tikar und Chambas) im Grasland lebt hauptsächlich vom Anbau von Mais, Bohnen, Erdnüssen und den Knollenfrüchten wie Yam und Cassava sowie Kaffee und Ölpalmen, was man auch bei den Besuchen farbenprächtiger Märkte und bei der Zubereitung traditioneller Gerichte mit erlesenen Gewürzen beobachten kann.
Die etwa 1500 Meter hoch gelegene vulkanische Gebirgslandschaft mit Seen und Wasserfällen offenbart Einblicke in die verschiedensten Vegetationen, darunter tropische Regenwälder, Grassteppen, Feuchtsavannen, Biotope und Galeriewälder. Die Tier- und Pflanzenwelt des Hochlandes läßt sich am besten während einer Fußwanderung in eines der Biotope studieren.
Expertengespräche im Hotel über Landwirtschaft, die Sozialhygiene, Medizinische Versorgung und das Schulwesen .
Drei Übernachtungen im ***Hotel Ayaba in Bamenda.
12. Tag: Yaoundé
Die 1888/9 von Deutschen gegründete Stadt ist die Hauptstadt Kameruns mit allen Ministerien und dem Präsidentenpalast. Eine Stadtrundfahrt vermittelt einen Einblick in das Leben einer afrikanischen Metropole. In Gärten mit Hibiskussträuchern, Bananenstauden und Flamboyants verstecken sich Luxusvillen und vornehme Wohnblocks. Im „Quartier“ herrscht rund um die Uhr Betrieb. Da gibt es für jeden Geschmack das Richtige. Das ist die Stadt der Nachtschwärmer, arm aber heiter. Während der Stadtrundfahrt sieht man die Gebäude aus der deutschen Epoche von 1884 –1914. Das sind Kloster und Kirche St. Laurentius, das Volkskunstmuseum und der alte Friedhof. Gelegenheit zu Expertengesprächen mit den Themen „Umwelt“ und „Schutz der Naturwälder“.
Übernachtung im de luxe Hilton Hotel in Yaoundé.
13. Tag: Kribi
Fast am Ende der Kamerunrundreise angelangt, ist Kribi mit den langen Sandstränden ein Ort, der mit seinen endlosen Kokospalmen eher an die Südsee erinnert als an Afrika. Hier stehen aus deutscher Zeit noch das Bezirksamt, die Kirche mit dem Pfarrhaus und der Leuchtturm. Kribi ist der Umschlagort für Edelhölzer, Kakao und Kaffee. Übernachtung im ***Strandhotel Palm Beach Plus mit Swimmingpool und Airconditioning in Kribi.
14. Tag: Kribi
Kribi war 1889 der Startort einer berühmten militärisch, wissenschaftlichen Expedition. - Curt von Morgen zog mit 85 000 Trägern und zwei Dutzend deutschen Fahnen, geprägt vom Forschergeist Alexander von Humboldts und Heinrich Barths über Lolodorf, Yaoundé bis zum Benouéfluss Innerkameruns. Im März 1891 endete die Expedition erfolgreich in Douala. Ein Ausflug zu den Lobe-Wasserfällen und eine Pirogenfahrt den Mangroven- und urwaldbestandenen Flusslauf hinauf führt uns zu den Pygmäen, jener sagenumwobenen Urbevölkerung von Äquatorialafrika. Expertengespräche über die Zielsetzung des Ökotourismus zum Schutz der tropischen Naturwälder. Übernachtung im Hotel Palm Beach Plus in Kribi.
15. Tag: Douala
Douala ist die größte Stadt Kameruns und wirtschaftliche Metropole sowie wichtigster Hafen des Landes. Der deutsche Forscher Nachtigal war einer der ersten weißen Bewohner der Stadt. Am 12. Juli 1884 unterzeichnete er hier den berühmten Vertrag mit König Manga Bell. Die Pagode von Manga Bells Palast, das alte Woermann-
Wohnhaus, die Residenz Mandessi-Bell und das Kaiserliche „Nachtigal“-Hospital existieren noch aus deutscher Epoche. Abschließende Expertengespräche im Deutschen Seemannsheim. Tagesaufenthalt im de luxe Hotel Le Méridien in Douala. Gegen Mitternacht Abflug nach Deutschland.
Anschlussprogramm Gabun mit Lambaréné (Urwaldklinik Albert Schweitzers)
15. Tag: Douala
Übernachtung im de luxe Hotel Le Meridien in Douala.
16. Tag: Libreville
Flug nach Libreville der Hauptstadt Gabuns. 46 Kongolesen waren 1849 die ersten Anwohner. Heute ist Libreville die Hauptstadt, bedeutendster Hafen und kultureller Mittelpunkt des Landes. Erholung und Übernachtung direkt am feinsandigen Strand von Libreville im de luxe Hotel Le Méridien Re-Ndama in Libreville.
17. Tag: Lambaréné
Die Stadt liegt am Ufer und auf einer Insel im Ogowe-Fluss und ist durch das von Dr. Albert Schweitzer zwischen 1913 und 1927 gegründete Urwaldhospital weltberühmt geworden. Man fährt vom Hotel mit dem Boot zum Hospital und besichtigt neben dem alten Krankenhaus und seinen Hütten für die Angehörigen die neue moderne Klinik. Beim Hospital sind Albert Schweitzer, seine Frau und eine seiner Mitarbeiterinnen, Emma Hausknecht, in schlichten Gräbern beigesetzt. Übernachtung im komfortablen ***Ogooué Palace Hotel mit Swimmingpool und Airconditioning in Lambaréné.
18. Tag: Bootsexkursionen mit dem Katamaran
Urwaldrundfahrten auf dem Ogowe - auf dem Mahagoni zum Hafen von Port Gentil geflößt wird - und seinen angrenzenden Seen sind ein Afrikaerlebnis, das quer durch von dichtem tropischen Regenwald bedecktes Gebiet führt. Übernachtung im Ogooué Palace Hotel in Lambaréné.
19. Tag: Cap Estérias
Durch den gewaltigen Urwald geht es wieder zurück ans Meer zu einem der schönsten Plätze an der Atlantikküste, nach Cap Estérias, dem Ort der besten Austern und Langusten. Ein Besuch des völkerkundlichen Museums und ein abendlicher Spaziergang auf der dicht mit Kokospalmen bepflanzten Uferstraße bilden den Abschluss dieses Anschlussprogramms.
Übernachtung im Hotel Le Méridien Re Ndama in Libreville.
20. Tag: Rückflug nach Deutschland
„Feste und Naturerlebnisse“
Die Teilnehmer dieser Reise übernachten nur teilweise mit den anderen Teilnehmern am Anfang und am Ende der Reise im selben Hotel.
In Foumban findet eine gemeinsame Einstimmung in die fremde Mentalität und die Klimate des Landes statt. Danach werden die Reiseteilnehmer mit den Spezialisten auf getrennten Wegen weiterreisen, aber von Zeit zu Zeit zu größeren Feiern oder Gesprächsrunden wieder zusammentreffen.
Reisen mit Klaus Paysan sind immer eine Garantie für individuelle Erlebnisse. Sie lassen Platz für persönliche Erfahrungen. Es wird immer da gehalten, wo es Interessantes in der Natur zu beobachten gibt, mit viel Muße zum Fotografieren und Filmen.
Man erlebt Kamerun von der Seite des traditionellen Familienmanagements mit Polygamie und vielen Kindern. Man probiert alles, was auch Afrikaner gerne mögen, beim intensiven Studium von traditionellen Sitten und Gebräuchen während der Besuche bei Häuptlingen, Königen und beim Sultan von Foumban. Sie werden begeistert von traditioneller Musik, traditionellen Jahresfesten und authentischen Gedenkfeiern.
Der Sammlerwut sind keine Grenzen gesetzt – für Klaus Paysan und seine Mitstreiter vor Ort ist es eine Selbstverständlichkeit und eine Freude, Sie beim Kauf von Kunst oder erlesenen Gewürzen, die Sie auf Märkten und Kunstmeilen farbenprächtig anlachen, zu beraten.
Mit Klaus Paysan tauchen Sie aber auch tief ein in die Welt der Fischer, Bauern, Künstler und Händler und erleben damit das traditionelle und das heutige Afrika atemberaubend hautnah. Klaus Paysan ist 76 Jahre alt, als Fotograf ein intensiver Beobachter und als Mensch tief verwurzelt in der Kameruner Gesellschaft, mit all den dazu gehörenden traditionellen Verpflichtungen. Sein Dialekt als Stuttgarter ist natürlich „schwäbisch“.
Ihm zur Seite steht Frau Angeline Mukum Jabosung aus Bali, die nach einer Ausbildung an einer Eliteschule, Englisch, Französisch und Deutsch an der Universität in Yaoundé studiert und nach mehreren längeren Aufenthalten in Deutschland ihre Deutschkenntnisse erweitert hat. Angeline begleitet Ihren Wissensdurst bei Themen wie Gewürzen, traditioneller Verpflegung, Märkten und Nutzpflanzen sowie in Bezug auf die Stellung der Frauen in der Gesellschaft und Projekte zum Nutzen der Zivilbevölkerung. Dabei erfahren Sie viel über die Stellung der Frauen und die Projekte mit ihren Zielsetzungen für die Zukunft.
"Reiseverlauf – Version „Feste und Naturerlebnisse“
1. Tag: Abflug nach Douala
Verlauf wie Programm „Häuptlinge und Königreiche, Lebensart und Architektur“.
Übernachtung im Hotel Seme New Beach in Bakingili.
2. Tag: Bakingili
Tag zum Akklimatisieren und Baden. Abends traditionelles Fischessen. Übernachtung im Hotel Seme New Beach in Bakingili.
3. Tag: Bakingili – Bandjoun
Verlauf wie Programm „Häuptlinge und Königreiche, Lebensart und Architektur“. Übernachtung im Hotel Centre Climatique am Col de Batié.
4. Tag: Chefferie Bandjoun
Verlauf wie Programm „Häuptlinge und Königreiche, Lebensart und Architektur“. Übernachtung im Hotel Tolatel in Bafoussam.
5. Tag: Sultanat Foumban
Verlauf wie Programm „Häuptlinge und Königreiche, Lebensart und Architektur“. Übernachtung im Hotel Holiday City in Foumban.
6. Tag: Foumban - Bali
Vormittagsverlauf wie Programm „Häuptlinge und Königreiche, Lebensart und Architektur“.
Fahrt nach Bali. Übernachtung in der Safari Lodge in Bali.
7. bis 12. Tag: Bali
Auf dem Programm stehen Ausflüge zu den Königen von Batibo, Bali, Bafut, Babungo, Bamessing, Big Babanki, Mankon, Nkwen, Nso und Widikum. Erlebnisse traditioneller Ereignisse. Besuche auf Märkten und die Zubereitung traditioneller Gerichte.
Fahrten und Wanderungen durch und vorbei an tropischem Regenwald und Feuchtsavanne sowie Grasland, Galeriewäldern, Sumpfgebieten und Seen. Pflanzungen zur Ernährung der Bevölkerung und große Plantagen säumen Ihren Weg. Besucht werden der heilige Wasserfall der Bamilékéfürsten und zahlreiche Biotope, an denen Sie Schmetterlinge, Vögel und viele Insekten beobachten können. Und immer gibt es viel Zeit zum Fotografieren und Filmen. Übernachtung in der Safari Lodge in Bali.
13. Tag: Bali – Bandjoun
Durch landschaftlich reizvolles Gebiet mit Tierbeobachtungen unterwegs, geht es zurück nach Bandjoun. Übernachtung im Hotel Centre Climatique am Col de Batié.
14. Tag: Bandjoun – Bakingili
Von Bandjoun aus fahren Sie wieder an die Küste nach Bakingili. In Bakingili haben Sie noch einmal ein Fischessen im Dorf am Meer. Übernachtung im Hotel Seme New Beach in Bakingili.
15. Tag: Douala
Vormittags beobachten wir das Leben am Strand und genießen zum letzten Mal ein traditionelles Fischessen. Nach dem Essen geht die Fahrt durch die Pflanzungen nach Douala. Expertengespräche im Deutschen Seemannsheim. Tageszimmer im de luxe Hotel le Méridien in Douala. Gegen Mitternacht Abflug nach Deutschland.
Reiseleitung:
Deutschsprachiger Tour-Director für die Version „Häuptlinge und Königreiche, Lebensart und Architektur“, ab und bis Frankfurt ist Heidulf Schulze, Afrikakenner, Notabler am Hof von Nso, Rechtsanwalt, Autor und Filmemacher aus NRW. Für die Version „Feste und Naturerlebnisse“ ab Ankunft Douala bis Rückkunft in Frankfurt ist Klaus Paysan der Reiseleiter. Alle Ausflüge, Audienzen und der Besuch der wichtigsten Paläste in Kamerun werden vom Afrikaexperten Klaus Paysan in Zusammenarbeit mit unserem Fachpersonal vor Ort vorbereitet. Klaus Paysan steht Ihnen auch als Berater in Fragen afrikanischer Kunst zur Verfügung. Unser Tour-Director führt Sie als deutschsprachiger und fachkundiger Landeskenner.
Zusammengestellt wurden die Reiseverläufe nach den Empfehlungen und Büchern folgender Fachreferenten:
Professor Dipl. Ing. Wolfgang Lauber, Konstanz – Architektur
Klaus Paysan, Stuttgart – Schriftsteller und Fotograf
G.-Peter Stoldt, Heilbronn – Dozent und Autor für Tourismusmanagement
16 Tage Kamerun - „Häuptlinge und Königreiche, Lebensart und Architektur“
27.12. 2005 bis 11.01. 2006 - 4.590 €
Einzelzimmerzuschlag - 690 €
16 Tage Kamerun - „Feste und Naturerlebnisse“
27.12. 2005 bis 11.01. 2005 - 4.290 €
Einzelzimmerzuschlag - 580 €
5 Tage Gabun Anschlussprogramm –
„Albert Schweitzer“
11.01. 2005 bis 15.01. 2006 - 1.590 €
Einzelzimmerzuschlag - 230 €
16 Tage Kamerun - Missionstarif (Flug, Transfers, 2 **Übernachtungen oder Seemannsheim)
27.12. 2005 bis 11.01. 2006 - 1.723 €
Reiseleistungen:
- Im Reisepreis eingeschlossen sind alle von uns vorgesehenen Flüge, durchgeführt mit Linienmaschinen der Air France und/oder allen anderen IATA-Fluggesellschaften Alle Flüge können mit Aufschlag auch in Businessclass gebucht werden
- 20 Kg Freigepäck
- Flughafensteuern, Sicherheits- und Landegebühren
- Die Unterbringung erfolgt in den genannten Hotels mit Bad/Dusche, WC und größtenteils Airconditioning
- Vollpension – Frühstück, Mittag- und Abendessen auch in Form von Lunchpaketen
- Transfers, Ausflüge und Rundfahrten laut Verlauf mit geländegängigen meist klimatisierten Fahrzeugen
- Eintrittsgelder inkl. Besuch von Festen, Musik- und Tanzveranstaltungen
- Tasche und Handbuch für die Reise, Informationsmaterial, Literaturhinweise
- Reise-Rücktrittskosten-/ Insolvenz-Versicherung
Nicht im Reisepreis eingeschlossen:
Visumkosten, persönliche Ausgaben, Getränke und besondere Trinkgelder für Personal, Reiseleiter und beim Fotografieren.
Teilnehmer:
16 Tage „Häuptlinge und Königreiche, Lebensart und Architektur“ mindestens 4
16 Tage „Feste und Naturerlebnisse“ keine Mindestteilnehmerzahl erforderlich
5 Tage Anschlussprogramm „Albert Schweitzer“ mindestens 4
Hinweis:
Der genaue Reiseverlauf ist von örtlichen Gegebenheiten, dem Wetter und den Festen abhängig. Deshalb bleiben Routen- und Hoteländerungen vorbehalten.
Es gelten die AGBs des Veranstalters TCB, auf unserer Homepage nachzulesen.
Allgemeine und detaillierte Hinweise zu folgenden Themen erteilen Ihnen gerne unsere Experten Klaus Paysan und G.-Peter Stoldt, der Veranstalter und Ihre Karawane Studienreisen:
- Ein- und Ausreisebestimmungen
- Gesundheitsbestimmungen
- Medizin und Medikamente
- Temperaturen und Klimate
- Kleidung und Ausrüstung
- Zollbestimmungen
- Hilfeleistungen von Organisationen in Kamerun
- Literatur
- Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit Kunst und Fotografie
Weitere Informationen:
Das Kameruner UNESCO Weltkulturerbe, der Palast von Bandjoun, ist abgebrannt. War es ein „Black Fetish“ oder Brandstiftung?
Das Weltkulturerbe wird wieder aufgebaut und im Dezember zusammen mit dem vom Brand verschonten und unversehrten Museum wieder eingeweiht. Klaus Paysan ist ein Freund der Herrscherfamilie und hat seit 1964 viele bedeutende, traditionelle Ereignisse von Bandjoun dokumentiert. An der Totenfeier für den Grand Chef Kamga Joseph nahm er drei Monate lang teil und fotografierte auch die Inthronisation seines Nachfolgers.
Was nur wenigen Eingeweihten möglich war, ihm war es vergönnt - er war im LaKam, dem Initiationskamp des heutigen Chefs. Die Gespräche gingen um Naturschutz und sanften Tourismus. Was in vielen Ausstellungen und Vorträgen in Deutschland die Besucher beeindruckte, wird nun in Bandjoun der einheimischen Bevölkerung und den Besuchern gezeigt.
Die Jugend Bandjouns kennt die Wichtigkeit der Tradition nicht mehr. Sie ist sich nicht bewusst, dass die internationale Bedeutung von Bandjoun – ausgedrückt in der Anerkennung als Weltkulturerbe der UNESCO – der geschickten und diplomatischen Politik ihres Herrschers Kamga Joseph (1925 – 1975) zu verdanken ist. Seine Regentschaft zeigt eine deutliche Handschrift auf der Basis von gepflegter Tradition und Aufgeschlossenheit gegenüber der Moderne, was Bandjoun die Weltbedeutung brachte.
Hier in Bandjoun wird sich zeigen, dass die Erlebnisse unserer Reisen in einer Kombinationspalette - bestehend aus Naturbeobachtungen, Kulturerlebnissen und den Erfahrungen traditionellen Brauch sowie modernem Unternehmertums - dem Land neue Impulse auf dem Gebiet des Tourismus geben werden.
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